Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2025/26
Zeit: Montag, 14:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Ort: Raum C 022
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte der Quellen und Literatur des kanonischen Rechts.
Zeit: an den folgenden Freitagen (jeweils 14:00 bis 19:00 s.t.) und Samstagen (jeweils 09:00 bis 18:00 s.t.): 07./08.11.2025, 28./29.11.2025, 09./10.01.2026, 23./24.01.2026
Ort: verschiedene Räume
Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten für die rechtsgeschichtliche Forschung (u.a. Paläographie mittelalterlicher Handschriften bzw. frühneuzeitlicher Drucke, Auflösung von Abbreviationen [Textkürzungen] und kanonistischen sowie legistischen Allegationen [Verweisen], Anwendung einschlägiger Hilfsmittel, Transkription und Übersetzung, kanonistische Quellenexegese).
Zeit: Dienstag, 16:00 bis 18:00 Uhr c.t.
Ort: Raum C 009
Das Decretum des Wormser Bischofs Burchard (1000–1025) gehört zweifellos zu den bedeutendsten Rechtssammlungen des Mittelalters. Es war im 11. Jahrhundert in Europa weit verbreitet und übte einen bleibenden Einfluss auf spätere Rechtssammlungen aus. Insbesondere fanden viele seiner Bestimmungen Eingang in das ein Jahrhundert später entstandene Decretum Gratiani, das das kirchliche Recht bis in die heutige Zeit entscheidend prägte.
Im Seminar sollen sowohl die Entstehung und Überlieferung als auch der faszinierende Inhalt des Dekrets näher untersucht werden. Hinsichtlich der Überlieferung sollen v.a. die ältesten Handschriften, deren Entstehung sich bis in Burchards Skriptorium in Worms zurückverfolgen lässt, eingehender analysiert werden. Inhaltlich wird die Auseinandersetzung mit den eherechtlichen (und insbesondere der Thematik des Inzests gewidmeten) Bestimmungen in Buch 7 sowie das Bußbuch (Buch 19) mit seinen umfangreichen Buß- und Strafvorschriften im Mittelpunkt stehen. Gerade das auch als Corrector bezeichnete Buch 19 bietet spannende Einblicke in den Umgang der mittelalterlichen Kirche mit als tadelnswert erachteten Verhaltensweisen aus den Bereichen Sexualität, Aberglaube und Magie.
Eine der Seminarsitzungen wird voraussichtlich in Kooperation mit dem Team des Akademienprojekts „Burchards Dekret digital“ stattfinden. Die Expertinnen und Experten des Editionsprojekts werden ihre neuesten Erkenntnisse zum Dekrettext und dessen Überlieferung präsentieren und den Studierenden einen unmittelbaren Einblick in ihre Arbeitsweise und die digitale Infrastruktur des Projekts gewähren.
Zeit: Donnerstag, 14:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Ort: Raum E 206
Für die Erforschung der mittelalterlichen Kirchenrechtsgeschichte sind kritische Editionen der relevanten Quellentexte unerlässlich. Doch wie entsteht eigentlich eine kritische Edition? Was ist zu tun, um ein in mittelalterlichen Handschriften überliefertes Werk in eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Textausgabe zu überführen? Welche Kompetenzen sind dafür erforderlich, welche Probleme und Herausforderungen können dabei begegnen und wie lassen sich diese bewältigen? Kurz gefragt: Wie kommt der Text aus der Handschrift ins Buch (bzw. in die Datenbank oder das Internet)?
Wer sich für solche Fragen interessiert, ist in diesem Seminar an der richtigen Adresse. Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in die kanonistische Editionspraxis. Die Teilnehmer:innen erwerben zunächst grundlegende Kenntnisse der lateinischen Paläographie und üben das Lesen mittelalterlicher Handschriften. Darauf aufbauend machen sie sich anhand konkreter Beispiele und Übungen mit den wesentlichen Schritten der kanonistischen Editionsarbeit vertraut. Gegen Ende des Semesters sollen die Teilnehmer:innen erste Versuche unternehmen, die erworbenen Techniken selbständig anzuwenden.
Zeit: Dienstag, 08:30 bis 10:00 Uhr s.t.
Ort: Raum D Z005
In diesem Seminar wollen wir gemeinsam den Brief des Paulus an die Römer in der lateinischen Fassung der Vulgata lesen, übersetzen und diskutieren. Der paulinische Text soll so in der sprachlichen Gestalt erleb- und verstehbar werden, die bis weit in die Neuzeit die Rezeption der Heiligen Schrift geprägt hat.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Paulusbrief, der eine umfassende Darlegung der christlichen Heils- und Rechtfertigungslehre enthält, bietet das Seminar so auch Gelegenheit, vorhandene Lateinkenntnisse aufzufrischen und sich das in der Lehre oft vernachlässigte nachklassische Latein der Bibel und der Kirchenschriftsteller anzueignen.
Ausgewählte Passagen des Textes sollen außerdem direkt in (Digitalisaten von) herausragenden Bibelhandschriften studiert werden (Codex Amiatinus, Bibeln der Hofschule Karls des Großen, Touroner Alkuin-Bibeln etc.). Dadurch soll zum einen die Fähigkeit zum Lesen mittelalterlicher Handschriften geschult und zum anderen das Bewusstsein für die überragende kultur- und glaubensgeschichtliche Bedeutung der biblischen Textüberlieferung geschärft werden.
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2025
Zeit: Montag, 16:00 bis 18:00 Uhr c.t.
Ort: Raum D Z005
Die Vorlesung schließt an die Vorlesung "Kirchliche Rechtsgeschichte - Verfassungsrecht I" im Wintersemester 2024/25 an und behandelt die Geschichte des kanonischen Verfassungsrechts sowie des Verhältnisses von Kirche und Staat ab dem Hochmittelalter.
Zeit: Dienstag, 16:00 bis 18:00 Uhr c.t.
Ort: Leopoldstr. 13, H1 - 1201
Für die Erforschung der mittelalterlichen Kirchenrechtsgeschichte sind kritische Editionen der relevanten Quellentexte unerlässlich. Doch wie entsteht eigentlich eine kritische Edition? Was ist zu tun, um ein in mittelalterlichen Handschriften überliefertes Werk in eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Textausgabe zu überführen? Welche Kompetenzen sind dafür erforderlich, welche Probleme und Herausforderungen können dabei begegnen und wie lassen sich diese bewältigen? Kurz gefragt: Wie kommt der Text aus der Handschrift ins Buch (bzw. in die Datenbank oder das Internet)? Wer sich für solche Fragen interesiert, ist in diesem Seminar an der richtigen Adresse.
Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in die kanonistische Editionspraxis. Die Teilnehmer:innen erwerben zunächst grundlegende Kenntnisse der lateinischen Paläographie und üben das Lesen mittelalterlicher Handschriften. Darauf aufbauend machen sie sich anhand konkreter Beispiele und Übungen mit den wesentlichen Schritten der kanonistischen Editionsarbeit vertraut. Gegen Ende des Semesters sollen die Teilnehmer:innen erste Versuche unternehmen, die erworbenen Techniken selbständig anzuwenden.
Zeit: Dienstag, 8:30 bis 10:00 Uhr s.t.
Ort: Raum E 206
In diesem Seminar wollen wir gemeinsam die Apostelgeschichte des Lukas in der latenischen Fassung des Hieronymus lesen, übersetzen und diskutieren. Der Bibeltext soll so in der sprachlichen Gestalt erleb- und verstehbar werden, die bis weit in die Neuzeit die Rezeption der Heiligen Schrift geprägt hat.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Text, der die ersten Anfänge der Kirche und der christlichen Mission beleuchtet, bietet das Seminar so auch Gelegenheit, vorhandene Lateinkenntnisse aufzufrischen und sich das in der Lehre oft vernachlässigte nachklassische Latein der Bibel und der Kirchenschriftsteller anzueignen.
Ausgewählte Passagen des Textes sollen außerdem direkt in (Digitalisaten von) herausragenden Bibelhandschriften studiert werden (Codex Amiatinus, Bibeln der Hofschule Karls des Großen, Touroner Alkuin-Bibeln etc.). Dadurch soll zum einen die Fähigkeit zum Lesen mittelalterlicher Handschriften geschult und zum anderen das Bewusstsein für die überragende kultur- und glaubensgeschichtliche Bedeutung der biblischen Textüberlieferung geschärft werden.
Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2024/25
Zeit: Montag, 18:00 bis 20:00 Uhr c.t.
Ort: Raum C 016
Die Lehrveranstaltung beleuchtet die rechtliche Entwicklung kirchlicher Strukturen und Ämter auf allen Ebenen der Kirchenverfassung von den Anfängen bis ins Hochmittelalter.
Zeit: Dienstag, 16:00 bis 18:00 Uhr c.t.
Ort: Konradstr. 6; Raum 208
Das Decretum des Bologneser Rechtsgelehrten Gratian - zweifellos das bedeutsamste Monument der mittelalterlichen Kanonistik - hat die Entwicklung des katholischen Kirchenrechts bis in die Neuzeit entscheidend geprägt. In seinem nach 1139 entstandenen Werk versammelt Gratian eine beeindruckende Fülle von Rechtstexten aus verschiedensten Quellen (Bibel, römisches Recht, Kirchenväter, Konzilsbeschlüsse, Papstbriefe), die er nicht nur thematisch geordnet präsentiert, sondern auch in Form eigener dicta kommentiert und interpretiert.
Im Seminar sollen sowohl die Entstehung und Überlieferung als auch der faszinierende Inhalt des Dekrets näher untersucht werden. Hinsichtlich der Überlieferung soll vor allem die mehrstufige Entstehungsgeschichte des Textes anhand ausgewählter Handschriften nachvollzogen werden. Inhaltlich wird die Auseinandersetzung mit den Causae 27-36 im Mittelpunkt stehen, in denen Gratian eherechtliche Themen verhandelt, die ihren Widerhall im modernen Eherecht finden (z.B. Frauenraub, Inzest, Prostitution, Ehebruch und Wiederheirat).
Eine der Seminarsitzungen wird von Prof. Anders Winroth (Oslo) unterrichtet werden, der gegen Ende des Semesters im Rahmen eines Austauschprogramms an die LMU kommen wird. Er ist der Präsident des Stephan Kuttner Institute of Medieval Canon Law und der führende Experte zur Entstehung und Überlieferung des Dekrets.
Zeit: Donnerstag, 14:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Ort: Raum C 016
Für die Erforschung der mittelalterlichen Kirchenrechtsgeschichte sind kritische Editionen der relevanten Quellentexte unerlässlich. Doch wie entsteht eigentlich eine kritische Edition? Was ist zu tun, um ein in mittelalterlichen Handschriften überliefertes Werk in eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Textausgabe zu überführen? Welche Kompetenzen sind dafür erforderlich, welche Probleme und Herausforderungen können dabei begegnen und wie lassen sich diese bewältigen? Kurz gefragt: Wie kommt der Text aus der Handschrift ins Buch (bzw. in die Datenbank oder das Internet)? Wer sich für solche Fragen interessiert, ist in diesem Seminar an der richtigen Adresse.
Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in die kanonistische Editionspraxis. Die Teilnehmer:innen erwerben zunächst grundlegende Kenntnisse der lateinischen Paläographie und üben das Lesen mittelalterlicher Handschriften. Darauf aufbauend machen sie sich anhand konkreter Beispiele und Übungen mit den wesentlichen Schritten der kanonistischen Editionsarbeit vertraut. Gegen Ende des Semesters sollen die Teilnehmer:innen erste Versuche unternehmen, die erworbenen Techniken selbständig anzuwenden.
Zeit: Dienstag, 08:30 bis 10:00 Uhr s.t.
Ort: Raum C 016
In diesem Seminar wollen wir gemeinsam das Evangelium des Markus in der lateinischen Fassung des Hieronymus lesen, übersetzen und diskutieren. Der Evangelientext soll so in der sprachlichen Gestalt erleb- und verstehbar werden, die bis weit in die Neuzeit die Rezeption der Heiligen Schrift geprägt hat.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem nach mehrheitlicher Meinung ältesten der vier Evangelien bietet das Seminar so auch Gelegenheit, vorhandene Lateinkenntnisse aufzufrischen und sich das in der Lehre oft vernachlässigte nachklassische Latein der Bibel und der Kirchenschriftsteller anzueignen.
Ausgewählte Passagen des Textes sollen außerdem direkt in (Digitalisaten von) herausragenden Bibelhandschriften studiert werden (Codex Amiatinus, Lindisfarne Gospels, Alkuin-Bibeln etc.). Dadurch soll zum einen die Fähigkeit zum Lesen mittelalterlicher Handschriften geschult und zum anderen das Bewusstsein für die überragende kultur- und glaubensgeschichtliche Bedeutung der biblischen Textüberlieferung geschärft werden.
Zeit: Mittwoch, 14:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Ort: C 005
„Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“ (Mt 16,18)
Mit diesem Schriftwort und dem der Schlüsselübergabe an den Apostel Petrus begann die Grundlegung des Petrusamtes, das im Amt des Papstes bis in die Gegenwart fortdauert. Der Bischof von Rom ist Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Stellvertreter Christi auf Erden, Gesetzgeber und Richter in einer Person. Doch war das immer schon so? Von wem leitet sich die Gewalt des Papstes eigentlich ab? Wieso hat der Papst so eine besondere Stellung inne?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen genau jene Fragestellungen und die Auseinandersetzung mit der biblischen Begründung des Petrusamtes, seine kirchenrechtliche Entwicklung in den ersten Jahrhunderten, den Höhen und Tiefen in Mittelalter und Neuzeit bis hin zur heutigen Ausgestaltung des Papstamtes.
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2024
Zeit: Dienstag, 08:30 bis 10:00 Uhr s.t.
Im Jahre 855 vermählte sich König Lothar II. mit Theutberga. Die Ehe blieb kinderlos und so trennte sich Lothar von seiner Ehefrau und heiratete seine Konkubine Waldrada, mit der er bereits einen Sohn hatte. In der Folge entbrannte ein hitziger und langwieriger Streit über die Rechtmäßigkeit dieser Scheidung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Rechtsgutachten, das der Reimser Erzbischof Hinkmar im Jahre 860 über Lothars Ehetrennung verfasste (De divortio Lotharii regis et Theutbergae reginae). Ausgewählte Teile des Traktats werden im lateinischen Original gelesen und diskutiert. Im Laufe des Semesters besteht die Gelegenheit, neben der Arbeit mit der kritischen Textedition auch einen (digitalen) Blick in den einzigen erhaltenen Überlieferungsträger (Paris, BnF, Ms. lat. 2866) zu werfen und so Grundkenntnisse im Lesen lateinischer Handschriften zu erwerben.
Zeit: Dienstag, 16:00 bis 18:00 Uhr c.t.
Ort: Ludwigstr. 28, RG - 025
Für die Erforschung der mittelalterlichen Kirchenrechtsgeschichte sind kritische Editionen der relevanten Quellentexte unerlässlich. Viel wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auf diesem Gebiet bereits erreicht, vieles bleibt noch zu tun.
Die Veranstaltung versteht sich als Einführung in die kanonistische Editionspraxis. Die Teilnehmer:innen erwerben zunächst grundlegende Kenntnisse der lateinischen Paläographie und üben das Lesen mittelalterlicher Handschriften. Darauf aufbauend machen sie sich anhand konkreter Beispiele und Übungen mit den wesentlichen Schritten der kanonistischen Editionsarbeit vertraut. Gegen Ende des Semesters sollen die Teilnehmer:innen erste Versuche unternehmen, die erworbenen Techniken selbständig anzuwenden.
Lehrveranstaltung im Wintersemester 2023/24
Zeit: Dienstag, 10:00 bis 12:00 Uhr c.t.
Die Lehrveranstaltung behandelt die Geschichte des kanonischen Eherechts von den Anfängen bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil.