Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst
Eine philosophisch-theologische Reflexion vor dem Hintergrund aktueller Phänomene menschlicher Selbstzerstörung
Eine philosophisch-theologische Reflexion vor dem Hintergrund aktueller Phänomene menschlicher Selbstzerstörung
Das Menschenbild gilt als Grundlage der Christlichen Sozialethik. Zu diesem gibt es jedoch höchst diverse Vorstellungen, die zu ganz unterschiedlichen Gesellschaftsmodellen führen. Insbesondere die „Anatomie der Destruktivität“ (Fromm), die gegenwärtig in politischen Konflikten und ökologischer Sorglosigkeit zunehmende Dominanz gewinnt, ist Anlass, die anthropologische Frage neu zu stellen: Was ist der Mensch? Wie zeigt sich seine Natur? Ist er eher gut oder böse, auf Verständigung, wechselseitige Hilfe und Kooperation, Fürsorge, Liebe, Empathie, Anerkennung sowie das Streben nach Gerechtigkeit angelegt oder aggressiv, egoistisch, zu Lüge und Gewalt bereit? Ist der Mensch dem Menschen ein Wolf (Hobbes) oder „Im Grunde gut“ (Bregmann) und macht es überhaupt Sinn, so grundsätzlich zu fragen oder muss man primär nach den gesellschaftlichen Bedingungen fragen, unter denen die verschiedenen Dispositionen dominant werden und sich in eine destruktive oder konstruktive Richtung entfalten? Wie können mögliche Gleichzeitigkeiten, die sich häufig als komplex ineinander verwoben zeigen, sinnvoll beschrieben werden? Das Projekt widmet sich diesen Fragen aus theologischer, philosophischer, ökologoscher, ethischer und künstlerischer Perspektive. Hierzu kooperieren der Lehrstuhl für Intercultural Social Transformation der Hochschule für Philosophie in München/ Prof. Dr. Barbara Schellhammer und Lena Schützle, das Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena/ Prof. Jürgen Renn, das Residenztheater/ Maximilian Grünewald und der Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU/ Prof. Markus Vogt, Dr. Ivo Frankenreiter und Maria-Elisabeth Clar.
Einen ersten Überblick zur Forschungsfrage und einigen Leitthesen gibt der folgende Artikel, der in den Stimmen der Zeit veröffentlicht wurde. Zum Artikel (PDF, 597 KB)