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Michael Seewald zu Bischofsamt und Synodalität

18.09.2026

Das Bischofsamt steckt in einem Dilemma: Die Wirklichkeit entspricht weder statistisch noch existenziell der katholischen Amtstheologie. Eine mögliche Lösung sieht Michael Seewald in der Synodalität.

München – Theologie und Wirklichkeit des Bischofsamtes gehen nach Ansicht von Michael Seewald auseinander. Es gebe eine „statistische und existenzielle Diskrepanz“, sagte Seewald am Freitag in München.

Weltweit machten Titularbischöfe wie Weihbischöfe, Nuntien oder Kurienbischöfe fast die Hälfte des Episkopats aus. Das kirchliche Aufgabenprofil eines Bischofs sei dagegen fast ausschließlich auf Diözesanbischöfe ausgerichtet. Zugleich führten „seinsmäßige Überhöhungen des Amtes“ zu Erwartungen, „die das Maß des realistisch Erfüllbaren übersteigen“, so Seewald.

Synodalität als Ausweg

Eine Lösung, diese Spannungen zu bewältigen, sieht Seewald in der Synodalität. Sie sei „keine Gefahr für das Bischofsamt“, sondern könne einen Modus schaffen, in dem dieses „kirchlich wirksam und persönlich lebbar“ ausgeübt werden könne.

Seewald äußerte sich bei der Tagung „Der synodale Bischof“ am 18. und 19. September 2026 in der Katholischen Akademie in Bayern. Anlass war das 30. Bischofsweihe-Jubiläum von Kardinal Reinhard Marx. Neben Seewald referierten unter anderem Charlotte Kreuter-Kirchhof, Annette Schavan und Hans Joas über die Rolle des Bischofs in der Kirche.

Pressekontakt

Benedikt Heider

Zum Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte
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