Felix Arens bei internationaler Origenes-Tagung in Boston
14.08.2026
Was geschieht mit dem Leib nach der Auferstehung? Felix Arens diskutiert mit Elizabeth Ann Dively Lauro in Boston.
14.08.2026
Was geschieht mit dem Leib nach der Auferstehung? Felix Arens diskutiert mit Elizabeth Ann Dively Lauro in Boston.
Gasson Hall am Boston College | © Caitlin Cunningham
Boston/München - Felix Arens hat an der 14. Tagung des International Origen Colloquium am Boston College teilgenommen. Im Mittelpunkt seines Vortrags am Mittwoch stand eine kontrovers diskutierte Frage der Origenes-Forschung: „Wird der Leib nach der Auferstehung geläutert oder vernichtet?“
Arens untersuchte dazu insbesondere Origenes’ „Dialog mit Herakleides“, der 1941 unter den Tura-Papyri entdeckt wurde. Seine Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Origenes nicht von einer Vernichtung des menschlichen Leibes ausgeht. Vielmehr ziele die Erlösung auf den Menschen als Ganzes – auf Geist, Seele und Leib. Auch nach der Auferstehung bleibe der Leib demnach ein wesentlicher Bestandteil des Menschen, wenn auch in verwandelter und „geistiger“ Gestalt. An den Vortrag schloss sich eine Diskussion mit Elizabeth Ann Dively Lauro an, die am Saint John’s Seminary in Los Angeles lehrt.
Origenes Kolloqium in den USA
Felix Arens wurde 2026 an der Universität Münster mit einer Arbeit zum Panentheismus in der Antike unter besonderer Berücksichtigung des Origenes von Alexandria (185–253/4 n. Chr.) promoviert.
Das 14. Internationale Origenes-Kolloquium fand vom 10. bis 14. August 2026 am Boston College in Chestnut Hill, Massachusetts, statt. Das Hauptthema der Konferenz war „Origen and the Development of Christian Thought“ (Origenes und die Entwicklung des christlichen Denkens). Die Veranstaltung wurde Samuel Fernández (Santiago), Lavinia Cerioni (Rom), Matthew Crawford (Melbourne), Alfons Fürst (Münster) und Peter Martens (St. Louis) organisiert.