Erforschung der Mädchenerziehung durch weibliche Ordensgemeinschaften im Erzbistum München und Freising
Zwischen 2023 und 2024 wurde in einem Drittmittelprojekt, das vom Ressort Bildung des Erzbischöflichen Ordinariats München angeregt und finanziert wurde, die von Ordensfrauen und Klöstern getragene Mädchenbildung auf dem Gebiet des heutigen Erzbistums München und Freising erforscht.
Das am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelte Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Unterburger wurde von Dr. Bettina Blessing durchgeführt.
Hauptresultat des Projekts ist die Sicherung und Katalogisierung der archivalischen Quellen, deren Zusammenstellung weitere Forschungen ermöglichen und in Kürze auf dieser Homepage veröffentlicht werden soll.
Diese Zusammenstellung der relevanten Quellen stellt zugleich die Grundlage einer von Dr. Bettina Blessing verfassten Überblicksdarstellung dar, die demnächst in der Zeitschrift Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte erscheinen wird.
Des Weiteren wurden einige mündliche Interviews durchgeführt, die die Erinnerungen und Erlebnisse wenigstens einiger im Lehrberuf tätigen Ordensfrauen sichern sollen.
DFG fördert Erforschung und Edition der altgläubigen Stellungnahmen zur Confessio Augustana (1530-1560)
Gemeinsames Projekt von Professor Ulli Roth (Koblenz, Systematische Theologie) und Professor Klaus Unterburger (LMU, Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert auf drei Jahre die Edition und Erforschung der Stellungnahmen von altgläubiger Seite zur Confessio Augustana. Diese ist nicht nur das erste und wichtigste Bekenntnis- und Konsensdokument des sich formierenden Luthertums, sondern hat in den Ausgleichsverhandlungen auf dem Augsburger Reichstag 1530 beinahe noch einmal zu einer Verständigung zwischen „Katholiken“ und „Lutheranern“ geführt. Die konfessionelle Abgrenzung war damals erst im Entstehen.
Bereits zum 450-jährigen Jubiläum der Confessio Augustana 1980 gab es ambitionierte ökumenische Überlegungen, ob diese nicht auch katholischerseits anerkannt werden könnte. Einer der damaligen Beteiligten war Joseph Ratzinger. Auch für das 500-Jahr Jubiläum des Augsburger Bekenntnisses 2030 bereitet der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen, dem die beiden Antragsteller angehören, eine Studie vor, die vor allem die Hermeneutik der Confessio Augustana für die Ökumene fruchtbar machen möchte. Die historische Grundlagenforschung des neuen Tandemprojektes wird für solche und ähnliche Bemühungen der Gegenwart, die weltweit unternommen werden, eine wichtige Basis bilden. Sie wird das Wissen um die Anfänge der Rezeptionsgeschichte der Confessio Augustana und Konfessionsbildung vertiefen.