In einer krisenhaften Gegenwart, die unsere kollektiven Überlebensbedingungen existenziell bedroht, stellt sich die Frage nach dem Wesen des Menschen neu: Ist unsere Spezies überhaupt fähig, das Vernünftige zu tun? Oder sind wir dazu verdammt, sehenden Auges in die Katastrophe zu gehen?
Diese Fragen stehen auch im Zentrum des Forschungsprojekts „Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?“ an der Hochschule für Philosophie München (HFPH) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für christliche Sozialethik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Das Projekt untersucht aus philosophischer, theologischer und sozialethischer Perspektive, wie sich die ambivalente Natur des Menschen verstehen lässt: Zwischen Empathie, Kooperation und Gerechtigkeit auf der einen sowie Egoismus, Gewalt und Selbstzerstörung auf der anderen Seite.
Unter der künstlerischen Leitung von Alexander Eisenach und Maximilian Grünewald entwickeln das Ensemble des Residenztheaters, Forschende der LMU München und der HFPH München eine Veranstaltungsreihe, die diese Fragen auf die Bühne bringt. Sie untersucht, was Menschsein bedeutet, wenn die Möglichkeit der Selbstvernichtung allgegenwärtig erscheint und zugleich die Hoffnung auf Vernunft, Verantwortung und gesellschaftliche Gestaltungskraft bestehen bleibt.
Die Suche beginnt bei den mythischen Ursprüngen der Menschheit und führt über philosophische und ethische Reflexionen bis hin zu den galaktischen Utopien der Science-Fiction. Im Dialog zwischen Wissenschaft und Theater entsteht ein vielstimmiger Blick auf die Frage, wie der Mensch sich vor sich selbst schützen kann und welche Formen eines zukunftsfähigen Humanismus heute denkbar sind.
Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier:
https://www.residenztheater.de/stuecke/detail/wie-schuetzt-der-mensch-sich-vor-sich-selbst