Vergabe des Johann-Michael-Sailer-Preises und des Preises für Junge Theologie
28.07.2026
Doktorarbeiten der Katholisch-Theologischen Fakultät werden ausgezeichnet
28.07.2026
Doktorarbeiten der Katholisch-Theologischen Fakultät werden ausgezeichnet
© Cedric Büchner
Wie kann die Leistung junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gewürdigt und damit auch nachhaltig gefördert werden? Einen Beitrag dazu wollen verschiedene, mitunter dotierte Preise leisten. In diesem Jahr können verschiedene Auszeichnungen sogar an drei Studien verliehen werden, mit denen Doktorgrade der Theologie mit dem Prädikat summa cum laude an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München erworben wurden:
Elisabeth Fock erhält für ihre religionspädagogische Studie über „Vulnerable Körperlichkeit im Kontext religiöser Bildung“ den Johann-Michael-Sailer-Preis, ebenso Lukas Maria Brechtel für seine kirchenrechtliche Untersuchung „digitaler (Rechts-)Handlungen im kanonischen Recht“. So nimmt Fock die Herausforderungen Jugendlicher an ihre Körperlichkeit zwischen Selbstoptimierung, digitaler Inszenierung bis hin zu Trans- und Posthumanismus religionspädagogisch in den Blick und leistet einen wesentlichen Beitrag zur theologisch-anthropologischen Theoriebildung des Faches. Brechtel schließt mit seiner Arbeit eine wesentliche Lücke im kanonischen Recht, indem er die Anwendbarkeit des Schriftformerfordernisses des Codex von 1983 auf die digitalen Medien untersucht und aufgrund des Vergleichs mit dem deutschen staatlichen Recht zu einem positiven Ergebnis kommt. Als Konsequenz daraus entwickelt er Lösungen für elektronische Unterschriften, Siegel und Archivierung.
Den Preis für Junge Theologie 2026 erhält als insgesamt 18. Trägerin dieser Auszeichnung Katharina Krips für ihre Arbeit über das Leben des Jesuitenpaters Johannes B. Hirschmann. Krips geht in der Arbeit der Frage nach der Wirkungsgeschichte des Moral- und Pastoraltheologen sowie einflussreichen Bischofsberaters nach, der als reformierende Gestalt des Verbands- und Laienkatholizismus nicht nur mehrere Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils wesentlich prägte, sondern auch als Hauptverfasser der Königsteiner Erklärung gilt. Anhand von ausgewählten biographischen Schwerpunkten – wie etwa der wissenschaftlichen und seelsorgerlichen Begleitung Edith Steins – erschließt die Verfasserin zentrale Entwicklungen der kirchlichen Zeitgeschichte der Nachkriegszeit.
Für die würdige Umrahmung der Preisverleihungen, die in einer gemeinsamen Veranstaltung im Oktober stattfinden, werden die Räumlichkeiten der Katholischen Akademie in Bayern dienen.